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estifex.com →Estifex rechnet, was ein Teil die Werkstatt in Massivholz wirklich kostet — das Brett, das der Handel verkauft, nicht das Fertigmaß auf der Zeichnung. Aus denselben Zahlen werden ein nummeriertes Angebot für den Kunden und eine Zuschnittliste für die Werkstatt.
Warum es das gibt
Das fertige Bein ist kleiner als der Rohling, aus dem es geschnitten wird, und der Rohling ist kleiner als das Brett im Lager. Wer das Fertigmaß rechnet, hat die Späne verschenkt. Wer den Rohling in der Stärke rechnet, die er nach dem Hobeln hat, hat ein Brett verkauft, das es nicht gibt.
Ein Rohling 630 × 100 × 23 kommt nicht aus einem Brett 630 × 100 × 23. Gekauft wird er als 700 × 110 × 32, und der letzte Schritt ist der, den niemand im Kopf macht: 23 mm liest sich wie ein 26er Brett, aber mit den 4 mm, die der Hobel nimmt, braucht es 27 — und zu kaufen gibt es 32. Bei einem Stuhl sind das siebzehn Prozent Eiche, jedes Mal, bei jedem Stuhl.
Die Bretterregel läuft in einer Reihenfolge und zeigt beide Maße nebeneinander: Länge +50 mm, aufgerundet auf volle 50, Breite +10 mm, Stärke +4 mm zum Hobeln oder +1 mm zum Drechseln, dann hinauf auf eine Stärke, die es wirklich zu kaufen gibt — 26, 32, 40 oder 50 mm. In Millimetern statt in Prozent, denn ein Prozentaufschlag wächst mit dem Teil und erfindet Verschnitt: aus einer Zarge von 1415 mm wurde ein Rohling von 1600, den niemand zuschneidet — vernünftig sind 1500, zwei aus einem 3000er Brett ohne Rest.
Platten bleiben vom Holz getrennt. Sperrholz und MDF behalten ihre Stärke und werden nach Quadratmeter gerechnet: nichts wird abgehobelt, nichts auf eine Holzstärke aufgerundet, und für Äste, die es nicht gibt, wird kein Verschnitt zugeschlagen.
Zu dick für jedes Brett ist eine Frage, keine Annahme. Darf das Teil verleimt werden — in der Stärke oder in der Breite? Solange niemand geantwortet hat, wird dieses Teil gar nicht gerechnet, und der Preis sagt das, statt stillschweigend ein Brett zu erfinden.
Ein Angebot bekommt seine Nummer beim Versand, nicht beim Rechnen — eine Werkstatt probiert fünf Preise, bevor einer hinausgeht, und fünf Nummern ließen Lücken im Buch. Ein verschicktes Angebot lässt sich danach nicht mehr ändern: der Kunde hält genau diese Nummer in der Hand. Was der Kunde sieht, ist der Preis und der Tag, bis zu dem er gilt; was dahinter bleibt, sind Rohlinge, Sätze, Gemeinkosten und Aufschlag.
Tischlereien und Zulieferer von einer bis zwanzig Personen, die heute in Excel oder nach Gefühl kalkulieren — Stühle, Tischplatten, gedrechselte Beine, Auftragsarbeit für eine Marke weiter oben in der Kette.
Deutschland, Schweden, Dänemark, Polen, Litauen, Lettland, Estland — überall dort, wo der Handel metrisches Schnittholz verkauft und der Kunde ein Blatt mit einer Zahl erwartet. Das Werkzeug spricht acht Sprachen, und die Fachwörter sind in jeder die des Handwerks selbst: Rohmaß und Fertigmaß, ämne und hyvelmån, emne und høvlet, tarcica und naddatek, ruošinys und obliavimo užlaida, toorik und töötlemisvaru.
Es führt kein Lager. Keine Pakete, kein Verbrauch, keine Jahresrechnung — ein Angebot ist ein Preis und sonst nichts, und es wird nie zu einer Lagerbuchung. Es zeichnet nichts und steuert keine Maschine. Und es liest ein Komma nicht als Ende einer Zahl: eine deutsche Tastatur schreibt 0,5, und das ist ein halber.
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